Mittwoch, 15. Mai 2013

Meine Kameraausrüstung

Da ich mittlerweile schon öfter gefragt wurde, welche Ausrüstung ich besitze, dachte ich mir, ich stelle sie euch einfach mal ganz ausführlich vor!





Kamera

Ich fotografiere mit einer Canon Eos 1100D, genannt "Annie". Auf Facebook wurde ich vor ein paar Tagen ganz ungläubig gefragt, ob ich echt NUR diese Kamera besitze und hier sage ich es gerne nochmal: Ja! :)
Ich arbeite seit über zwei Jahren mit dem absoluten Schmalspurprogramm, das Canon anbietet und habe mein Geld bisher lieber in Objektive, als in eine neue Kamera investiert.
Als ich sie mir damals zum Geburtstag gewünscht habe, hatte ich noch keinen blassen Schimmer von Kameratechnik und wusste ehrlich gesagt auch nicht, dass mich dieses Hobby nicht mehr loslassen würde. Zwar gehöre ich nicht zu den Menschen, die behaupten, die Kamera alleine mache die Fotos, aber zugegebenermaßen sehne ich mich schon seit Längerem nach einem etwas wertigeren Gerät.
Diese Kamera hat mich durch wichtige Abschnitte meines Lebens begleitet und mir mehr beigebracht, als ich es zu träumen gewagt hätte. Eine teurere Kamera wäre bei mir in der ersten Zeit Verschwendung gewesen, da ich sowieso fast nur im Automatik-Modus fotografiert habe und mit den vielen Möglichkeiten überfordert gewesen wäre. Es handelt sich deshalb um ein perfektes Einsteigermodell, das alle grundlegenden Funktionen beherrscht, aber ich würde mich mittlerweile nicht mehr als Einsteigerin bezeichnen und spiele deshalb schon länger mit dem Gedanken, in dieser Richtung irgendwann aufzustocken.
Falls jemand vor der Entscheidung steht, sich eine wirklich günstige Einsteigerkamera zulegen zu wollen, kann ich sie weiterempfehlen.Wenn man aber gerne ein paar nette Extras wie Infrarot, schwenkbares, großes Display, HD-Videos oder Ähnliches dazuhaben möchte, sollte man sich nach einem anderen Modell umsehen.

Das Kameraband habe ich übrigens im Etsy-Shop von RyahPapaya gekauft und bin total zufrieden damit. Es gefällt mir super gut, ich wurde auch schon öfter darauf angesprochen, und ich muss nicht mehr als wandelnde Reklame herumlaufen. (Außerdem ist so ein bisschen Individualismus bei dem ganzen Schwarz auch mal schön ^^)


Objektive 

Wie gesagt, wichtiger als die Kamera waren mir bisher meine Linsen, in die ich nicht wenig Geld investiert habe. Es heißt nicht umsonst "Lieber eine Schlechte Kamera, als ein schlechtes Objektiv", was ich nur bestätigen kann. Crop-Faktor hin oder her, es macht einfach einen wahnsinns Unterschied, was man vorne drauf hat. Ich fotografiere bevorzugt mit Festbrennweiten, über die ich bereits einen langen Blogeintrag geschrieben habe. Wer sich dafür interessiert, hier geht's lang
Angehängt habe ich jeweils ein paar Beispielbilder. Die sind aber echt mit Vorsicht zu genießen, denn nur, weil ich mit einem Objektiv nicht gut klarkomme, soll das nicht heißen, dass es jemand anders nicht doch tut ^^
Jeder macht etwas anderes draus und was ihr hier seht, ist das, was ich daraus mache!

Canon 18-55mm (Standartobjektiv)
DAS Standartobjektiv, das fast zu jeder Kamera mitgeliefert wird. Durch die vielen Möglichkeiten, die die Brennweite bietet und der vergleichweise hohen Lichtstärke bei längeren Brennweiten, ist das Teil ein richtiger Allrounder. Anfangs habe ich fast nur mit diesem Objektiv fotografiert, das mir tolle Dienste in Städtereisen geleistet hat, oder dann, wenn es mal schnell gehen muss, und man nicht mehr die Zeit hat, sich groß nach vorne oder nach hinten zu bewegen. Mittleweile hütet es bei mir aber den Schrank, da es fast komplett abgelöst wurde.



• Tamron 70-300mm (Tele-Objektiv)
Zusammen mit meiner Kamera habe ich mir damals dieses Schätzchen gewünscht. In Zoos, bei großen Veranstaltungen oder überall dann, wenn man etwas aus großer Entfernung näher heranholen möchte, leistet es einem gute Dienste. Früher habe ich es auch gerne für Portraits verwendet, um eine geringe Tiefenschärfe zu erreichen.
Die Nachteile von diesem Objektiv sind das Gewicht (es ist sehr groß und wiegt dementsprechend viel), die geringe Lichtstärke und die Gefahr der Verwackelung, die allerdings oft besteht. Dem kann man mit einem Stativ ganz gut entgegenwirken.



• Tamron 18-200mm (Weitwinkel und Tele)
Eigentlich müsste ich es einklammern, da es mir gar nicht gehört, sondern meinem Vater, der es mich aber bereitwillig verwenden lässt. Es ist fast die Erweiterung des 18-55er, da das Objektiv gleichzeitig Weitwinkelaufnahmen und sehr nahe Tele-Aufnahmen zulässt. Suuper praktisch, da man so viele Brennweiten in nur einem Objektiv abgedeckt hat. Besonders auf Reisen macht sich das bemerktbar, da man keine 3 Objektive mit sich herumschleppen muss. Einziges Manko ist auch hier die geringe Lichtstärke, sobald die Dämmerung beginnt, bekommt man es mit starkem Rauschen zu tun.


• Canon 50mm 1.8/1.4 (Festbrennweiten)
Diese beiden fasse ich mal zusammen, da es sich bis auf ein paar Kleinigkeiten um das selbe Objektiv handelt. Meine erste Festbrennweite war das 1.8, das sich innerhalb kürzester Zeit zu meinem Immerdrauf gemausert hat. Die hohe Lichtstärke ist einfach phänomenal und der Tele-Effekt, der sich durch meine Crop-Kamera ergibt, ist besonders dann praktisch, wenn man nicht möchte, dass jemand merkt, dass er fotografiert wird, also beispielweise in der Street-Fotografie.
Da ich mit der Qualität des 1.8er nicht zufrieden war, habe ich mir bald das 1.4er gekauft und könnte diese Objektiv jetzt noch weiter in den Himmel loben, wenn ich das nicht schon in meinem Festbrennweiten-Beitrag getan hätte.


• Canon 35mm 2.0 (Festbrennweite)
Da das 50mm auf meiner Kamera den oben genannten Tele-Effekt besitzt, und ich mir eine Normalbrennweite gewünscht habe, habe ich mir nach langer Überlegnung dieses Objektiv zugelegt. Es kommt bei mir hauptsächlich für Stilleben (Blumen, Essen, etc.) zum Einsatz, Portraits habe ich damit noch nicht gemacht. Lichtstärke und Tiefenschärfe sind wie erwartet toll, und insgesamt bin ich ganz zufrieden damit, störend ist nur der schlechte und sehr laute Autofokus.



Zubehör

• Stativ: Bilora Profilo 75-1 
Auch eingeklammert, da ich es mir nicht selbst gekauft habe. Eine wirklich sinnvolle Investition,    die gleich zu Beginn getätigt werden sollte, da man immer wieder in Situationen kommt, in denen man ein Stativ gebrauchen kann. Seien das nun Langzeitbelichtungen, Makroaufnahmen oder Selbstportraits, gebrauchen kann man es immer! Beim Kauf ist es wichtig, auf Stabilität zu achten. Mit "meinem" bin ich absolut zufrieden und kann es nur weiterempfehlen :)

• Makrohilfen: Zwischenring und Nahlinsen 
Bei beiden ist leider kein Hersteller angegeben, den ich euch nennen könnte, aber beides bekommt man für einen Appel und ein Ei hinterhergeworfen. Ich habe mich noch nie so umfassend mit Makrofotografie beschäftigt, dass ich mir dafür ein eigenes Objektiv gekauft habe (ist ja auch eine Preisfrage), deshalb bin ich auf diese nette Hilfmittel ausgewichen. Den Zwischenring schraubt man zwischen Kamera und Objektiv, die Nahlinsen vorne ins Filtergewinde. Empfehlenswerter sind eigentlich die Linsen, da man mit dem Ring keinen Einfluss mehr auf die Blendenöffnung mehr hat und entsprechend immer mit Offenblende fotografiert. Beim Kauf auf den Filterdurchmesser des Objektivs achten!


• Filter: Pol- und UV-Licht 
Diese beiden sind ein Vermächnis von meinem Papa, ich habe sie in seiner uralten Kameratasche gefunden und gleich für mich beansprucht. Wobei ich sie zugegebenermaßen nicht so oft verwende, wie ich vielleicht sollte. Der Polfilter ist ein ganz ausgefuchstes Ding, das Reflektionen auf spiegelnden Oberflächen minimieren kann. Also beispielsweise bei Wasser oder Schaufenstern. Da das Bild durch ihn aber auch ein bisschen dunkler wird, verwende ich ihn nur bei Ausnahmen.
Der UV-Licht-Filter ist bei modernen Objektiven eigentlich nicht mehr nötig, da diese den Sensor schon ausreichend gegen UV-Licht schützen, aber da er nicht sehr teuer ist, kann er zum Schutz vom Objektiv gegen Kratzer verwendet werden. Mache ich aber auch nicht, dafür gibt's ja den Deckel :)

• Fernauslöser: Kabel und Infrarot-Adapter
Wie oben schon gesagt, meine Kamera besitzt keine Infrarotsteuerung, weshalb die üblichen Fernauslöser deshalb für mich nicht in Frage. Es gibt allerdings die Möglichkeit, sich einen Fernauslöser mit Kabel zu kaufen, den man auf den Blitzschuh steckt, mit der Kamera verbindet und so drahtlos funktioniert. Das hier ist meiner, weiterempfehlen kann ich ihn aber nicht, da er nur sporadisch funktioniert und die Reichweite zu klein ist. Wenn man allerdings Langzeitbelichtungen per Kabel machen möchte, funktioniert er einwandfrei, es ist also eine Frage vom Motiv.
Fernauslöser braucht man nämlich entweder, um sich selbst fotografieren zu können, wenn man den Auslöser genauer steuern möchte, als es der Selbstauslöser tut, oder dann, wenn man die Kamera beim Auslösen nicht bewegen möchte, z.B. bei Macroaufnahmen oder Langzeitbelichtungen im BULB-Modus, da drückt man anstelle des Auslösers nämlich ganz bequem die Fernbedienung.

So, das ist meine Ausrüstung! Klingt nach einem ganzen Haufen, tatsächlich bin ich aber meistens mit genau einem Objektiv unterwegs und krame den Rest nur bei Bedarf heraus.
Wenn ihr Fragen habt, dann stellt sie ruhig, ich helfe gerne weiter :)

Kommentare:

  1. Ahhh, was für ein schöner Post! :)
    ich selbst habe bisher nur das Kit-Objektiv, von daher ist es schon hilfreich, wenn man mal so detailliert beschrieben bekommt, welche Optionen es so gibt. :) vielen Dank dafür!

    liebe Grüße,
    Petra

    http://justanothercopycat.blogspot.de/

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    1. Ah, freut mich sehr, dass dir der Post geholfen hat :)

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  2. Sehr schöner beitrag :) Habe auch ein 70-300mm objektiv, allerdings von sigma und bin sehr unzufrieden damit. Dafür ist ein stativ wohl wirklich unabdingbar. Mich wundert es etwas, dass du kein reines weitwinkel hast, da du ja so viel in der natur unterwegs bist und sich das für landschaften ja anbietet. Aber du scheinst das ja ganz gut, mit dem von deinen papa gut abzudecken. Respekt an deine große sammlung :)

    Und mal ein kleiner änderungswunsch: könntest du deine links so einfügen, dass sie sich beim anklicken in einem neuen fenster öffnen? Dadruch, dass du die rechte maustaste deaktiviert hast, muss man deine seite komplett verlassen, um sich die links anzuschauen - das ist auf dauer etwas anstrengend.

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    1. Hey Lynn! Dankeschön :)
      Von Sigma habe ich bisher auch nicht wirklich viel Gutes gehört...

      Ja, eigentlich könnte ich eins gebrauchen, aber da ich Fesbtrennweiten liebe (würde mir auch nur ein Festbrennweiten-Weitwinkel kaufen), wäre mir das zu umständlich, da ich für Nahaufnahmen oder Portraits das Objektiv wechseln müsste.

      Ah, das nervt mich sogar selber total! Ich würde das sofort machen, das Problem ist nur, dass ich nicht weiß, wie das geht ^^
      Du vielleicht?

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  3. Huhu,

    einige sigmas sollen sogar ganz gut sein (zumindest bei nikon), jedoch werde ich wohl bei nikkor bleiben, da mir dort die verarbeitung einfach besser gefällt.

    Da hast du recht, ein festbrennweiten-weitwinkel wär dann wohl nicht ganz so notwendig. Wobei es sicher auch interessant wäre, damit portraits zu machen.

    Das linkprobem kannst du lösen, indem du direkt beim einfügen des links unten "Link in neuem Fenster öffnen" aktivierst. Also direkt beim schreiben des beitrags. Einmal aktiviert, bleibt diese einstellung auch aktiv, sodass du nicht jedesmal das häckchen setzten musst :)

    Lg.

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    1. Ich glaube, es ist immer besser, bei der eigentlichen Marke zu bleiben :)

      Ja, so ein 18mm wäre schon was Feines, ist nur echt super teuer :/

      Danke! Ich habe die Rechtsklicksperre jetzt aber einfach deaktiviert, weil sie mehr Ärger als Nutzen bringt ^^

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  4. Sehr interessanter Post :)
    Ich habe bisher neben dem Kit-Objektiv leider nur das 50mm 1/8, ich hätte super gerne noch ein Teleobjektiv. Da ich mir jetzt aber gerade erst einen Blitz angeschafft habe, dauert das wohl noch.

    Schön finde ich auch die Bilder zu den jeweiligen Objektiven :)

    Liebe Grüße ♥

    PS: An Lynn oben :D Bei einer Rechtsklicksperre kann man den Link auch einfach oben neben einen Tab ziehen und damit einen neuen öffnen ;) Mich stört sowas nämlich auch immer, aber die Möglichkeit gibt es da ^^

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  5. Ich bin wirklich begeistert von deinen Fotos. Deswegen hab ich jetzt auch mal wieder deinen Blog bis hierher durchgelesen ;) Ich bin erstaunt von der enormen Schärfe deiner Bilder, meine kommen mir dagegen richtig krass unscharf vor. Auch deine Farbsättigung ist viel besser, obwohl du auch "nur" ein Einsteigermodell hast. Ich bekomm jetzt zu Weihnachten 'n neuen Body und hoffe, dass es damit einfach besser wird. Ich hab Nikon, aber viel Unterschied ist ja bekanntlich zwischen den Marken nicht. Ich fotografier mittlerweile eigentlich nur noch mit dem 50mm 1.8, aber wenn ich mir deine Fotos damit im Gegensatz zu meinen anschau, kommen mir meine total verwischt in den Konturen vor.
    Hast du da 'n Tipp für mich, wie ich das mit den Einstellungen wettmachen kann? Ich fotografier selten manuell, meistens Zeit- oder Blendenautomatik.

    Grüße :)

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    1. Huhu :)
      Vielen Dank, das freut mich unglaublich <3

      Hm, ehrlich gesagt kann ich bei den Bildern auf deinem Blog keine Unschärfe erkennen, die sind doch alle gestochen scharf? Wenn ich in meine Fotos super weit reinzoome, sind sie auch nicht ganz scharf, aber das fällt normalerweise ja auch nicht auf. Denke auch daran, dass die Fotos, wenn du sie in Originalgröße hochlädst, kleiner skaliert werden, was natürlich mit einem kleinen Qualitätsverlust einhergeht. Deshalb lade ich die Bilder auf meinem Blog verkleinert auf 850px hoch. Das spart Speicherplatz und sorgt für bessere Qualität.
      An sonsten könntest du es vielleicht mal mit einer Gegenlichtblende versuchen, da seitlich einfallendes Licht den Autofokus stören und das Bild dadurch unscharf machen kann.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen, wenn nicht, dann melde dich doch einfach nochmal ^^

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    2. Kann jetzt natürlich 'ne subjektive Sichtweise sein, ja... Aber irgendwie kommen mir deine Fotos wie gesagt immer schärfer und farblich gesättigter vor. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich bisher im JPG-Format fotografiert hab. Ich hab jetzt angefangen, in RAW zu fotografieren (davor konnte ich es nicht, weil ich keine Software hatte, die mir ermöglicht hätte, NEF-Dateien anzusehen oder zu bearbeiten) und gemerkt, wie viel besser die Qualität ist. Wahrscheinlich liegt es auch daran, wir werden sehen ;) Aber wie gesagt, ich bin einfach etwas unzufrieden mit meinem Body geworden. Ich hab die Nikon D3100; Einsteigermodell eben... Eine Freundin von mir hat die D90 und seit ich mit der fotografiert hab, bin ich mit meinem Bildern einfach nicht mehr so zufrieden.
      Was Gegenlichtblende und Autofokus angeht: an meinem 50mm 1.8 hab ich bei meinem Body keinen Autofokus, ich muss generell manuell fokussieren ;) Die Gegenlichtblende verwende ich meistens nur, wenn ich mit meinem Teleobjektiv fotografiere, generell mag ich aber die Lichteffekte, die seitlich einfallendes Licht ergibt.
      Du bearbeitest meistens mit Photoshop, oder?

      Grüße :)

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